Lufthansa streicht alle China-Flüge


Das berichtet die "Bild". Eine offizielle Bestätigung des Konzerns liegt inzwischen vor. Die Stornierung gilt demnach nicht für Hongkong. Neue Buchungen für China-Flüge sollen erst wieder ab 1. März entgegen genommen werden.

 

Vorläufig bis zum 9. Februar sollen keine Maschinen von Lufthansa samt der Töchter Austrian und Swiss mehr nach China abheben. Es sollen nur noch die in China weilenden LH-Besatzungen sowie Passagiere zurückgeholt werden.

 

Bereits am Morgen hat British Airways bekanntgegeben, nicht mehr nach China fliegen zu wollen. Die Regelung gilt bis zum 29. Februar. Auch American Airlines und etliche asiatische Fluggesellschaften haben das Land inzwischen aus ihren Flugplänen gestrichen. Weitere Airlines dürften nun im Stundentakt folgen.

 

Die Flüge in das kommunistische Riesenreich dürften sich für die Fluggesellschaften nicht mehr lohnen: Angesichts des Stopps von Geschäfts- und Urlaubsreisen bleiben die Maschinen leer. Besonders betroffen dürften Anbieter wie Finnair sein, für die das Asiengeschäft via Helsinki das mit Abstand wichtigste Standbein darstellt.

 

Die sich noch im abgeriegelten Wuhan aufhaltenden 90 Deutschen sollen in den nächsten Tagen ausgeflogen werden. Dies soll mit einer Maschine der Bundeswehr geschehen. Das Flugzeug soll in Frankfurt/Main landen.

 

Es seien keine Infektionsfälle unter den Deutschen bekannt, teilte die Bundesregierung mit. Zur Sicherheit kommen die Rückkehrer jedoch für 14 Tage in Quarantäne. Das entspricht der Inkubationszeit des Coronavirus.

 

In Deutschland gibt es wie berichtet vier Infizierte, allesamt Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto. Nach Angaben der Münchner Klinik sind sie jedoch frei von Symptomen. Das Coronavirus schätzen Mediziner als weitaus ungefährlicher ein als das Sars-Virus, das im Jahre 2003 in China wütete und 800 Tote gefordert hatte. An der klassischen Grippe sterben in Deutschland jedes Jahr um die 20.000 Menschen.

 

(Quelle: FVW)