Coronavirus: Immer mehr Länder verhängen Einreisesperren


Als Reaktion auf die schnelle Ausbreitung des Coronavirus verhängen immer mehr Länder Beschränkungen für Reisende von und nach China. Das ist der Stand der Dinge:

 

Australien: Ausländischen Reisenden ohne ständigen Aufenthaltstitel in Australien, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in China aufgehalten haben oder von China aus einreisen möchten (auch Transitpassagiere), wird die Einreise nach oder auch der Transit in Australien verweigert. Ausgenommen sind u.a. deutsche Staatsangehörige mit Aufenthaltserlaubnis in Australien und deren unmittelbare Familienangehörige (Ehegatten, minderjährige Kinder, Erziehungsberechtigte, nicht jedoch: Eltern). Diese müssen bei Einreise aber damit rechnen, dass sie zu einer 14-tägigen selbständigen Quarantäne („self-isolation“) aufgefordert werden. Voraufenthalte in bzw. die Einreise aus Hongkong und Macau sind hiervon nicht betroffen.

 

Indonesien: Die Behörden haben mit Wirkung vom 5. Februar alle Flüge von und nach China mit Ausnahme von Hongkong und Macau, bis auf weiteres ausgesetzt. Dies gilt sowohl für indonesische als auch für ausländische Fluggesellschaften und auch für Transitflüge. Reisenden, die aus China kommen und sich mindestens 14 Tage in China aufgehalten haben, soll die Einreise nach Indonesien verweigert werden. Betroffen sind auch Transitpassagiere. Es ist derzeit davon auszugehen, dass dies auch ausländische Staatsangehörige betrifft, die einen indonesischen Aufenthaltstitel besitzen.

 

Israel: Ausländische Reisende, die sich in einem Zeitraum von 14 Tagen vor der Einreise in China aufgehalten haben, dürfen derzeit nicht nach Israel einreisen. Das israelische Innenministerium hat ein Einreiseverbot für diese Reisende verhängt, das für alle Grenzübergänge gilt. Bei Transitreisenden, die Israel innerhalb von sechs Stunden wieder verlassen, gilt bis auf weiteres eine Ausnahme von diesem Verbot. Allerdings hat die Fluggesellschaft El Al alle Flüge von und nach China zunächst bis 25. März ausgesetzt.

 

Japan: Ausländischen Reisenden, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in der Provinz Hubei in China aufgehalten haben oder deren Pass dort ausgestellt wurde, wird die Einreise verweigert.

 

Neuseeland: Ausländischen Reisenden, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in China aufgehalten haben oder von China aus einreisen möchten, soll die Einreise nach Neuseeland verweigert werden. Ausgenommen sind u.a. deutsche Staatsangehörige mit Aufenthaltserlaubnis in Neuseeland und Australien sowie ihre unmittelbaren Familienangehörigen. Sie werden sich aber 14 Tage lang selbst isolieren müssen. Diese Regelungen gelten für zunächst 14 Tage und unterliegen regelmäßigen Überprüfungen.

 

Philippinen: Die philippinischen Behörden haben eine Einreisesperre für Reisende aus China und die Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macau verhängt. Betroffen sind auch Transitpassagiere. Ausnahmen gelten für philippinische Staatsangehörige und Reisende mit einer längerfristigen Aufenthaltsgenehmigung für die Philippinen. Diese unterliegen jedoch nach Einreise einer 14-tägigen Quarantäne.

 

Singapur: Seit dem 2. Februar wird allen Reisenden, unabhängig von ihrer Nationalität, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in China (Festland) aufgehalten haben, die Einreise nach oder der Transit durch Singapur verwehrt.

 

Südkorea: Ausländischen Reisenden, die sich ab dem 21. Januar 2020 in der Provinz Hubei in China aufgehalten haben, wird ab dem 4. Februar 2020 aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs die Einreise nach Südkorea verweigert.

 

USA: Reisenden, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in China aufgehalten haben oder von China aus reisen möchten, wird die Einreise in die USA verweigert. Voraufenthalte in Hongkong und Macau sind hiervon nicht betroffen.

 

Vietam: Die Luftfahrtbehörde hat zunächst alle Fluggenehmigungen von und nach China (Festland, Hong Kong, Macao) sowie Taiwan zurückgenommen, derzeit werden jedoch wieder Fluggenehmigungen nach Hong Kong, Macao und Taiwan erteilt. Die vietnamesischen Behörden empfehlen Reisenden aus Festland-China, unabhängig von Nationalität, Reisezweck und Reiseroute (auch Transitreisende), die Einreise nach Vietnam zu unterlassen. Sollte auf Einreise nicht verzichtet werden können, ist sie über folgende fünf Landgrenzübergänge der an China angrenzenden nördlichen Provinzen möglich: Huu Nghi (Provinz Lang Son), Lao Cai (Provinz Lao Cai), Mong Cai (Provinz Quang Ninh), Tay Trang (Provinz Dien Bien), Thanh Thuy (Provinz Ha Giang). Einreisende müssen sich einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen. Die Quarantäne-Einrichtungen wurden vom Verteidigungsministerium grenznah errichtet.

 

(Quelle: trvlcounter)